Aug 19

Nachdem ich ein paar Tage auf Grund von Urlaub, Renovierung der Wohnung und allgemeiner Faulheit… das Training sträflich vernachlässigt habe, fange ich nun langsam wieder an. Mal gucken wie schnell/langsam ich wieder in den Tritt komme. Die lauffreie Zeit hat mal ganz gut getan, so dass ich es nicht bereue. Es ist gut auf andere Gedanken zu kommen und die Motivation ist nun um so größer. Sogar so groß dass ich heute noch um 21:30 Uhr die Laufschuhe schnürrte und meine 10 km abspulte. Zwar war es schon finstere Nacht, aber dennoch sehr schön.

Ab Mitte September geht mein Laufkurs los. Ich freue mich schon total und hoffe auf einen neuen Impuls und noch mehr Motivation.
Am 02.09. habe ich meinen Eingangstest:
Leistungsdiagnostische Eingangsuntersuchung (Laktat-Stufentest und Bioimpedanzanalyse) zur Feststellung ihrer individuellen Leistungsfähigkeit.
schimpft sich das.
Uuuaaahhh, ich bin echt gespannt! *freu**freu**freu*

Aug 01

Nervöser als sonst stand ich gestern am Start der 8. Rostocker Marathonnacht. Ich war mir unsicher bezüglich meiner derzeitigen Form. Viel trainiert hatte ich nicht und in den letzten Tagen habe ich fast nichts gemacht. Zusätzlich sind die 21 Kilometer nicht ganz leicht zu laufen. Diverse Anstiege, unter anderen der Warnowtunnel, wartete auf uns. Daher war ich mir unsicher welches Tempo ich laufen sollte. Ich entschied mich es im 5km/min anzugehen und zu schauen ob ich das durchlaufen konnte.

Nach dem Start ging es im Warnowtunnel erstmal schön bergab. Gut zum einrollen, aber darauf folgte sofort der Anstieg. Der erste war kein Problem. Die Beine fühlten sich gut an und ich lief voll im Soll durch den Iga-Park. Da es relativ warm war nahm ich gleich die erste Getränkestation mit und ging ein paar Schritte. Danach ging es zurück zum Tunnel, wo es wieder abwärts ging. Ich versuchte die Beine zu lockern und lief ruhig runter. Es ging ja gleich wieder hoch und beim zweiten mal tut das schon mehr weh. Nach dem Tunnel warteten die ersten bekannten Gesichter mit Torsten, der wieder kräftig am anfeuern war. Ich hingegen versuchte mich auf dem flachen Abschnitt etwas zu fangen, da der Anstieg doch etwas schlauchte. Ich ging an den Verpflegungspunkten immer ein paar Schritte und bekam den Puls dadurch in den Griff.

Die Streckenführung irritierte mich leider etwas. Ich bin den Halben jetzt das dritte mal gelaufen und zum dritten mal liefen wir eine andere Strecke. Dieses mal wurde die Strecke richtig zusammengeflickt. Hier eine Ehrenrunde, da ein Umweg. Die Strecke war nicht schlecht, aber verwirrend. Ich hoffe das der Veranstalter dieses Jahr das richtige Streckenkonzept gefunden hat.

Am Gehlsdorfer Ufer angekommen konnte mir nichts mehr passieren. Ab hier kannte ich jede Kurve, jeden Hügel und jeden Kieselstein. Hier standen auch Katrin, Sabine und ein paar Meter weiter Kläuser. Ein paar bekannte Gesichter tun immer wieder gut :-)
Mein Tempo konnte ich weiterhin gut halten. Mir ging es ganz gut, sodass ich keinen großen Einbruch befürchtete.

3km vor dem Ziel ging es nochmal am Warnowufer vorbei, wo gerade eine Party stieg. Ein junger Mann bot mir sein Bier an, was ich ablehnen mußte. Ich vertöstete ihn auf später und lief weiter. Das dicke Ende, mit dem Anstieg auf der Krämerstraße, hatte ich ja noch vor mir. Ein paar Männer die hinter mir liefen wussten das wohl nicht. Ich hörte nur ein “Boaahhh, neeee” hinter mir. Ich konnte es verstehen, denn dort benötigt man noch ein paar Körner. Ich lief den Berg ganz langsam hoch und verabschiedete mich von der 01:45:00h. Die “Schmach” dort zu gehen wollte ich auf jeden Fall verhindern. “Ist nicht, will ich nicht! Gegangen wird nur an Getränkestationen. Gehen können andere. Ich laufe dort hoch!” Hat auch geklappt.

Als ich oben war sah ich das Ziel. Ich hatte aber noch einen Kilometer zu laufen, weil wir noch über die Kröpeliner Straße geschickt wurden. Einmal die Einkaufsstraße hoch, Spitzkehre und wieder zurück zum Ziel. Der Straßenrand war gut besucht, was noch ein paar Endorphine frei setzte. Ich erkannte Micha der kräftig anfeuerte. Bedanken konnte ich mich nicht, weil ich das Ziel vor Augen hatte. Ich mobelisierte die letzten Kräfte und lief nach 01:45:24h ein.
Ich habe nie erwartet das ich diese Zeit schaffe. Schon garnicht auf dieser Strecke.

Ich zog mich um und ging langsam zurück auf die Kröpi, wo ich plötzlich Stephan erblickte. Ich guckte ungläubig auf die Uhr. “Das darf doch nicht sein” dachte ich mir. “Was macht er denn schon hier?” Stephan ist unglaubliche 02:02:49h gelaufen und war super happy. Eine 02:05:00h hatte ich ihm zugetraut, aber das nicht.

Wir sind also beide sehr zufrieden. Stephan ist Bestzeit gelaufen und ich war fast zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Ich hatte keinen großen Einbruch und lief in einem recht konstanten Tempo durch. Aus meinem Fehler (zu hohes Tempo am Anfang) auf dem Darß habe ich gelernt. Was will man mehr?

Jul 18

Montag: Boah, viel zu heiß um sich zu bewegen und die Beine tun vom Schlossquell-Lauf weh. Ich bleibe lieber zu Hause und schiebe einen Ruhetag ein.

Dienstag: Super Laufwetter! 21 Uhr und ich stehe in Laufschuhen vor der Tür. Es stehen lockere 12km auf dem Plan, aber die Beine fühlen sich gut an. Da kann man den 8km-Tempolauf doch vorziehen. 2km eingelaufen, 8km im fixen Tempo (4:47min/km) und 2km ausgelaufen. Das macht zusammen auch 12km! Und das bei einem tollen Sonnenuntergang. Ein genialer Lauf!!!

Mittwoch: Ich bin müde und habe keine Lust, aber gegen 21:30 Uhr raffe ich mich doch auf. 8 km im lockeren Tempo sollen es werden. Es läuft besser als gedacht und so werden es 10km.

Donnerstag: Ruhetag

Freitag: Alles schei.ße. Heute standen 5×1km in 4:20 min/km auf dem Program, aber meine Beine klebten am Boden fest. Es ging nichts, aber das lag sicher an der Hitze. Ich gebe nicht auf!

Samstag: 8km am Vormittag gelaufen. Die Beine waren vom Vortag noch sehr schwer. Wieder Quälerei ohne Ende, aber ich habe mich durchgebissen.

Sonntag:Zu spät ins Bett gekommen und die Beine fühlen sich lahm an. —> Ruhetag

Jul 11

Derzeit schwitzt man ja schon wenn man ganz ruhig auf dem Sofa liegt. Sich bei den Temperaturen auch noch bewegen? Bekloppt!!! Da so ziemlich alle Läufer ein wenig balla balla sind, haben sich doch rech viele zum Güstrower Schlossquell-Lauf getraut. Wir auch! Nach längerer “Wettkampfabstinenz”, auf Grund Zeitmangel, ging es heute endlich wieder an die Startlinie. Ich habe mich riesig gefreut, aber vor den Temperaturen hatte ich ordentlichen Respekt. Ich bin kein Hitzeläufer und ich würde sogar behaupten das Temperaturen unter 10 Grad eher meinem Geschmack entsprechen. Meinetwegen auch Minusgrade;-)
Nach dem Start wurde durch andere Läufer gleich Tempo gemacht. Ich versuchte Mitläufer zu finden und auf den ersten 3 Kilometern hat das gut geklappt. Aber dann ließen die beiden Männer nach und ich musste alleine laufen. Nicht einfach, weil die Hitze sich mehr und mehr bemerkbar machte. Mir lief der Schweiß in Sturzbächen hinunter. Auf der zweiten Runde entschied ich mich das Tempo etwas zu drosseln, da mir die Hitze nicht geheuer war. Was bringte es mit Kreislaufproblemen mitten im Wald zu liegen? Dann doch lieber vernünftig in das Ziel laufen! Das tat ich auch nach 00:40:39h als vierte Frau. Die Zeit ist ausbaufähig, aber auf Grund der Temperaturen bin ich sehr zufrieden. Ich habe wieder gemerkt das mir die Tempohärte fehlt und das ich Tempoläufe dringent nötig habe.

Meine Schwächen sind bekannt und daran arbeiten werde ich ab morgen…

Aso, Sommerferien sind auch angesagt. Nachdem wir die Vorlesung gestern teils draußen auf dem Rasen und teils im kühlen Flur durchgezogen haben, habe ich jetzt 6 Samstage FREIIIIII!!!!! Dann noch bis Mitte Oktober die Vorlesungen, schriftliche Prüfungen und im Januar oder Februar die mündliche durchziehen. Und spätestens im März bin ich wieder ein ganzer Mensch mit normalen Wochenenden *juchhuuuu*.

Jul 07

Im Fernsehen wird gerade das Fußballspiel auseinandergenommen (hätte hätte Würstchenkette), der Nachbar nimmt gerade seinen Balkon auseinander und ich höre keinen Autokorso. Ich sage nur: “Es ist doch nur Fußball.” Da machen es meine zwei Fellis richtig. Die liegen entspannt auf dem Sofa und träumen. Okay, gerade werden sie von dem wütenden Nachbarn gestört. Auch wenn ich mich freue das Deutschland so weit gekommen ist, freue ich mich auf das Ende der WM. Dann gibt es wieder ein normales Leben. Ich kann es so langsam nicht mehr hören!!!

So nun zum Laufen. Naja, wenn ich ehrlich bin gibt es nichts neues zu schreiben und darum lasse ich es einfach.

nach oben